Düsseldorf 02.06.2016: Gesundes Handwerk – Fehlzeiten senken, Motivation und Produktivität steigern

Düsseldorf: Gesundes Handwerk – Fehlzeiten senken, Motivation und Produktivität steigern

Was genau steckt hinter dem Begriff betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)? Und profitieren auch kleine oder mittlere Unternehmen davon?

Darüber diskutierten rund 160 Teilnehmer aus Betrieben der Region mit fachkundigen Referenten in der Handwerkskammer Düsseldorf. Die Veranstaltung „Fehlzeiten senken, Motivation und Produktivität steigern“ der Landesinitiative „Arbeit gestalten NRW“ (AGN) zeigte interessierten Handwerksunternehmen auf, wie sie mit einfachen aber wirkungsvollen Mitteln mehr Gesundheit in den Betriebsalltag integrieren können, um so zum Beispiel auch Krankheitskosten zu senken.

Rainer Calmund, Fußballexperte und Manager erklärte, wie man mit dem nötigen „Wir-Gefühl“ zum beruflichen Erfolg gelangt. Er betonte, dass ein funktionierendes Unternehmen Menschen mit Kompetenz, Leidenschaft, Herzblut und Teamgeist erfordere. „Tradition allein schießt keine Tore und sichert keinen Umsatz“ – das sei in der Wirtschaft genauso wie im Fußball. Unternehmen müssten sich daher neuen Herausforderungen stellen. Dazu zähle auch, die Gesundheit der Mitarbeiter in den Blick zu nehmen. Sportmediziner Ingo Froböse widmete sich der Frage, wie Gesundheit im Alltag aktiv gestaltet werden kann. Während sich unsere Vorfahren viel bewegen mussten, um ihr Überleben zu sichern, ersparen wir uns im Zeitalter der Digitalisierung hingegen allein durch die Nutzung von Handy und Fernbedienungen eine tägliche Wegstrecke von rund 400 Metern. Die Annehmlichkeiten des Alltags bedeuten für uns pro Jahr in der Regel ein halbes Kilo mehr auf der Waage. Auch langes Sitzen im Büro sei ein Problem unserer Zeit, das nicht nur unserer Gesundheit, sondern auch unserer Leistungsfähigkeit schade. Und auch Handwerker, die im Job meist stärker körperlich beansprucht sind, sollten aufgrund der oft einseitigen Belastungen einen Ausgleich suchen.

Um mehr Gesundheit in den Arbeitsalltag zu integrieren, komme den Chefs eine besonders wichtige Rolle zu – denn „Fitness und Gesundheit braucht „Vorbilder“ und Motive“.

Neben den Impulsvorträgen berichteten Christoph Leiders, Geschäftsführer des Unternehmens Stautenhof, und Heidi Emanuel-Eickholt, Geschäftsführerin der Georg Eickholt Elektro GmbH, über ihre individuellen und praktischen Erfahrungen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement im eigenen Betrieb. Im Anschluss konnten die Teilnehmer im persönlichen Austausch Fragen und Erfahrungen miteinander teilen.